Klimaanlage in Warendorf
Warendorf.
Kühl von nebenan.
In der Warendorfer Altstadt stehen rund 600 Gebäude auf dem alten Stadtgrundriss, mehr als 280 davon sind Denkmale.

Gut zu wissen
Klimaanlage in Warendorf: das Wichtigste.
Wie warm sind die Sommer in Warendorf geworden?
Deutlich wärmer: Im Kreis Warendorf stieg die Zahl der Sommertage mit mindestens 25 Grad von 27 im Mittel 1961 bis 1990 auf 38 im Mittel 1991 bis 2020. Die heißen Tage ab 30 Grad haben sich im selben Vergleich von 4 auf 8 verdoppelt. So steht es im Klimaanpassungskonzept des Kreises, das Daten von LANUV und DWD auswertet. Die nächste DWD-Station am Flughafen Münster/Osnabrück meldete 2022 sogar 21 heiße Tage. Die Stadt Warendorf gehört nicht zu diesem Kreiskonzept. Sie verfolgt einen eigenen lokalen Ansatz und ist im Rahmen des European Climate Adaptation Award für die Jahre 2023 bis 2026 zertifiziert.
Wie alt sind die Häuser in Warendorf?
Viele Warendorfer Häuser stammen aus der Nachkriegszeit: 40,0 Prozent der Gebäude mit Wohnraum entstanden laut Zensus 2022 zwischen 1949 und 1978. 9,3 Prozent sind älter als 1919. Neu dazu kamen 4,5 Prozent von 2011 bis 2019 und 0,8 Prozent ab 2020. Insgesamt zählt die Stadt 10.700 Gebäude und 17.892 Wohnungen, 48,0 Prozent der Gebäude sind freistehende Einfamilienhäuser. Gas ist mit 76,9 Prozent der Wohnungen die wichtigste Heizenergie, Solar, Geothermie und Wärmepumpe kommen zusammen auf 2,9 Prozent. 52,4 Prozent der Wohnungen nutzen die Eigentümer selbst. Neben der Kernstadt gehören Freckenhorst mit rund 7.650 Einwohnern, Hoetmar, Milte und Einen-Müssingen zu Warendorf.
Darf ich in Warendorf ein Außengerät ohne Genehmigung aufstellen?
Baurechtlich ja, denn Klimaanlagen sind nach § 62 BauO NRW verfahrensfrei, im historischen Stadtkern von Warendorf gelten aber zusätzliche Regeln. Die Gestaltungssatzung in der Fassung der 2. Änderung vom 20.06.2023 gilt nach § 3 ausdrücklich auch für verfahrensfreie Vorhaben. Technische Dachaufbauten erlaubt § 7 Abs. 7 nur auf der straßenabgewandten Dachseite, bei giebelständigen Häusern mindestens 5,0 m hinter der Straßenfront. Untere Denkmalbehörde ist die Stadt Warendorf im Rathaus, Lange Kesselstraße 4-6, Tel. 02581 54-0. Rund 540 der rund 560 Denkmäler sind Baudenkmäler, fast die Hälfte steht in der Altstadt. Die Erlaubnis brauchen Sie vor Baubeginn, auch in der unmittelbaren Umgebung eines Denkmals. Die Stadt prüft gemeinsam mit der LWL-Denkmalpflege. Mehr zur Genehmigung
Wie melde ich die Klimaanlage in Warendorf beim Netzbetreiber an?
Das übernimmt Ihr Installateur bei der WEV Warendorfer Energieversorgung GmbH, die das Stromnetz in Warendorf betreibt. Sie tritt über die Website der Stadtwerke Warendorf auf, im April 2021 zählte das Netz 20.224 Kunden. Für eine Wärmepumpe kann eine Leistungserhöhung nötig sein, auch die beantragt nur ein Installateur. Geräte über 4,2 kW sind steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach § 14a EnWG. 2026 bringt das Modul 1 hier eine Ermäßigung von 116,28 Euro netto im Jahr. Fragen beantwortet der Netzservice unter 02581 63603-404. Sie selbst stellen nur die Anfrage. Wir rufen aus dem Büro zurück und schicken einen Fachbetrieb aus der Region.
Gibt es in Warendorf Zuschüsse, die bei der Klimaanlage helfen?
Für die Klimaanlage selbst gibt es in Warendorf keinen Zuschuss. Die Stadtwerke Warendorf fördern weder Klimageräte noch Wärmepumpen oder PV, sie bieten einen dynamischen Stromtarif und die THG-Prämie für E-Autos. Das städtische Programm für Dach- und Fassadenbegrünung ist 2026 eingestellt. Denkmaleigentümer bekommen nach der Denkmalpflege-Richtlinie bis 50 Prozent der denkmalbedingten Mehrkosten für Erhaltungsarbeiten, 200 bis 10.000 Euro je Fall. Klimatechnik gehört nicht dazu. Der Bund fördert über KfW 458 allein Luft-Luft-Wärmepumpen, deren Hauptaufgabe das Heizen ist. Förderfähig sind bei der ersten Wohneinheit Kosten bis 28.000 Euro. Förderung erklärt
Was gilt in der Warendorfer Altstadt außer der Gestaltungssatzung?
In der Altstadt von Warendorf gelten außerdem zwei Erhaltungssatzungen und die Regeln des Sanierungsgebiets Historischer Stadtkern. Die Erhaltungssatzung für bauliche Anlagen stammt von 1980, eine weitere betrifft Altstadtgebäude. Die Hauptstraßen prägen giebelständige Bürgerhäuser. Weil technische Aufbauten von der Straße weg müssen, kommen für das Außengerät vor allem Hof und Rückseite in Frage. Dort zählt der Lärm: Nach TA Lärm darf es nachts von 22 bis 6 Uhr am Nachbarfenster im Mischgebiet höchstens 45 dB(A) erreichen, im allgemeinen Wohngebiet 40 dB(A). Tagsüber liegen die Grenzen bei 60 und 55 dB(A). Wie laut darf das Außengerät sein?
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Wie viele Räume sollen kühl werden?
Marktspannen 2026, inklusive Montage durch den Fachbetrieb. Den Festpreis bekommen Sie beim Termin.
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Fragen aus Warendorf
Kurz beantwortet.
Darf ich in der Warendorfer Altstadt ein Außengerät aufs Dach setzen?
Nur mit Auflagen. Die Gestaltungssatzung für den historischen Stadtkern in der Fassung von 2023 verlangt technische Dachaufbauten auf der straßenabgewandten Dachseite, bei giebelständigen Häusern mindestens 5,0 Meter hinter der Straßenfront. Sie gilt auch für verfahrensfreie Vorhaben. Bei einem der rund 560 Denkmäler kommt die denkmalrechtliche Erlaubnis hinzu.
Quelle: www.warendorf.de
Wer ist in Warendorf für den Denkmalschutz zuständig?
Untere Denkmalbehörde ist die Stadt Warendorf im Rathaus an der Lange Kesselstraße 4-6, Zentrale 02581 54-0. Die Erlaubnis muss vor Baubeginn beantragt werden, auch für Maßnahmen in der unmittelbaren Umgebung eines Denkmals. Die Stadt prüft gemeinsam mit der LWL-Denkmalpflege. Fast die Hälfte der Denkmäler steht in der Altstadt.
Quelle: www.warendorf.de
Gibt es in Warendorf einen Zuschuss für Klimaanlagen?
Nein. Die Stadtwerke Warendorf zahlen nichts für Klimageräte oder Wärmepumpen, das städtische Programm für Dach- und Fassadenbegrünung ist 2026 eingestellt. Denkmaleigentümer können für Erhaltungsarbeiten bis 50 Prozent der Mehrkosten bekommen, höchstens 10.000 Euro, Klimatechnik gehört aber nicht dazu. Bundesförderung gibt es nur für heizende Luft-Luft-Wärmepumpen.
Quelle: www.warendorf.de
Wie viele heiße Tage gibt es im Kreis Warendorf?
Im Kreismittel 1991 bis 2020 waren es 8 heiße Tage über 30 Grad und 38 Sommertage über 25 Grad pro Jahr, im Mittel 1961 bis 1990 nur 4 und 27. Das Jahresmittel stieg auf 10,3 Grad. An der DWD-Station Münster/Osnabrück gab es 2018 sogar 20 heiße Tage und 82 Sommertage.
Quelle: www.ostbevern.de
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