Wie gut kann eine Klimaanlage heizen?
Split-Geräte mit Umkehrfunktion heizen nach dem Wärmepumpenprinzip. Sie holen Wärme aus der Außenluft und geben sie im Raum ab. Wie effizient das ist, zeigt der SCOP. Das Daikin-Gerät FTXM35A2V1B mit RXM35A5V1B erreicht im mittleren Klima einen SCOP von 5,2 und Klasse A+++. Das Haier-Gerät Pearl mit Propan kommt auf SCOP 4,6 und Klasse A++. Laut Datenblatt heizt es bis minus 15 °C Außentemperatur. Stiftung Warentest berichtet, dass die getesteten Geräte bei simulierten minus 15 °C in einem mäßig gedämmten Altbau meist 20 °C erreichen. Ein Nachteil bleibt: Klimageräte entfeuchten auch beim Betrieb, das kann im Winter stören.
Was kostet eine Kilowattstunde Wärme im Vergleich zu Gas?
Eine einfache Rechnung zeigt die Größenordnung. Haushaltsstrom kostete 2026 laut BDEW im Schnitt 37,0 Cent pro kWh. Bei einem SCOP von 5,2 kostet 1 kWh Wärme damit rund 7,12 Cent, bei SCOP 4,6 rund 8,04 Cent. Erdgas kostete Haushalte in Einfamilienhäusern 2026 laut BDEW im Schnitt 11,93 Cent pro kWh, Stand August 2026. Dieser Gaspreis gilt pro kWh Brennstoff. Die Verluste des Heizkessels sind darin noch nicht enthalten, die Wärme aus Gas ist also teurer als 11,93 Cent. Beachten Sie aber: Der SCOP ist ein Normwert. In der Praxis hängt die Effizienz von Außentemperatur, Dämmung und Nutzung ab. Ein Energieberater kann für Ihr Haus genauer rechnen.
Unter welchen Bedingungen fördert die KfW eine Luft-Luft-Wärmepumpe?
Ein reines Kühlgerät fällt heraus. Gefördert wird eine Luft-Luft-Wärmepumpe nur, wenn sie überwiegend heizt. Konkret müssen die von ihr versorgten Flächen nach dem Einbau zu mindestens 65 Prozent erneuerbar beheizt werden, also über die Wärmepumpe. So beschreiben es der Fachverband Gebäude-Klima und ein Fachartikel vom 12.10.2026, der sich auf die technischen FAQ von BAFA und KfW stützt. Bis 12 kW Heizleistung muss die jahreszeitbedingte Raumheizungs-Effizienz mindestens 181 Prozent betragen, das entspricht etwa Klasse A++ oder A+++. Das Außengerät muss in der Wärmepumpenliste des BAFA stehen. Grundlage ist eine raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831. Die Wärmepumpe braucht eine netzdienliche Schnittstelle, etwa SG Ready. Nach Darstellung von Fachportalen werden außerdem ein Wärmemengen- und ein Stromzähler verlangt. Ab 1. Januar 2028 fördert der Bund nur noch Wärmepumpen mit natürlichem Kältemittel wie Propan.
Wie hoch ist die KfW-Heizungsförderung 458 im Herbst 2026?
Grundlage sind die BEG-Richtlinie für Einzelmaßnahmen vom 17.08.2026, die seit 21.07.2026 gilt, und das KfW-Merkblatt 458, gültig ab 24.09.2026. Danach gibt es 30 Prozent Grundförderung. Selbstnutzer erhalten bis 31.01.2027 einen Klimageschwindigkeitsbonus von 16 Prozent, wenn sie eine funktionierende Öl-, Kohle-, Gasetagen- oder Nachtspeicherheizung oder eine mindestens 20 Jahre alte Gasheizung ersetzen. Ab 01.02.2027 sinkt der Bonus halbjährlich um 4 Prozentpunkte, für Anträge ab 01.08.2028 entfällt er. Der Einkommensbonus beträgt 40, 30 oder 10 Prozent bei bis zu 30.000, 40.000 oder 50.000 Euro zu versteuerndem Einkommen. Höchstens gibt es 70 Prozent, bei bis zu 30.000 Euro Einkommen 80 Prozent. Förderfähig sind bis 28.000 Euro für die erste Wohneinheit. Den Effizienzbonus gibt es seit 21.07.2026 nicht mehr. Für 2027 ist eine Halbierung der Grundförderung für Wärmepumpen angekündigt, Details fehlen noch. Die Förderung steht unter Haushaltsvorbehalt.
Gibt es Förderung vom BAFA oder über die Steuer?
Das BAFA fördert in der BEG Einzelmaßnahmen die Gebäudehülle, Anlagentechnik außer Heizung und die Heizungsoptimierung. Wärmepumpen als Heizung laufen über die KfW. Steuerlich gibt es § 35c EStG. Danach mindern energetische Maßnahmen an selbst genutzten Gebäuden, die älter als zehn Jahre sind, die Steuer um 20 Prozent der Kosten, verteilt auf drei Jahre mit 7, 7 und 6 Prozent. Der Höchstbetrag liegt bei 40.000 Euro je Objekt. Begünstigt ist unter anderem die Erneuerung der Heizungsanlage. Ein Fachunternehmen muss die Arbeiten ausführen und bescheinigen. Wer einen Zuschuss erhält, kann § 35c für dieselbe Maßnahme nicht nutzen. Ob eine Luft-Luft-Wärmepumpe die technischen Anforderungen der zugehörigen Verordnung erfüllt, klären Sie vorab mit Ihrem Steuerberater.
Gibt es in der Region Hannover eine zusätzliche Förderung?
Für Klimaanlagen nicht. Der enercity-Fonds proKlima fördert im Gebiet Hannover, Hemmingen, Laatzen, Langenhagen, Ronnenberg und Seelze. Seine Richtlinie 2026 schließt Luft-Luft-Wärmepumpen als Einzelmaßnahme ausdrücklich aus. Reine Klimageräte werden nicht genannt. Gefördert werden dagegen Luft-Wasser-Wärmepumpen mit natürlichem Kältemittel mit bis zu 5 Prozent der Kosten, im Ein- und Zweifamilienhaus höchstens 1.500 Euro. Hinzu kommen Dämmung, Fenster und Photovoltaik. Anträge sind bis zum 31.10.2026 möglich. In anderen Städten zwischen Hannover und Münster lohnt eine Nachfrage bei den Stadtwerken oder der Klimaschutzagentur, ob es ein Programm speziell für Klimaanlagen gibt.


